Alteingesessene und Quereinsteiger oder diejenigen, die schon eine lange Kirchenvita haben, und diejenigen, die erst später zur Kirche finden: Im Weinberg Gottes ist für alle Platz – und auch in unserer Gemeinde. In seiner Predigt am 20. September brach P. Manfred Hösl SJ eine Lanze für eine Willkommenskultur für „Neue“ und Wertschätzung für „Alte“.
Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg im Sonntagsevangelium (Mt 20, 1–16) provoziert zu einer unbequemen Frage: Ist das eigentlich gerecht, wenn diejenigen, die den ganzen Tag gearbeitet haben, am Ende genauso viel bekommen wie jene, die der Gutsbesitzer erst kurz vor Feierabend rekrutiert hat, um in seinem Weinberg zu arbeiten?
Die, die seit Anfang an geackert haben, ärgern sich, weil andere, die zum Teil viel später eingestiegen sind, den gleichen Lohn bekommen. Das sei ungerecht, sagen sie! „Ich kann das verstehen“, sagt P. Manfred Hösl. Aber: „Im Himmel gibt es keine Dienstalterszulage.“ Das aber bedeute nicht, dass das Engagement derer, die seit vielen Jahren ihre Zeit und Kraft in die Gemeinde investieren, weniger wert wäre. Vielmehr geht es Jesus um ein Miteinander, in dem die Treue der Alten gewürdigt und die Neuen herzlich willkommen geheißen werden.
Was bedeutet das für unsere Gemeinden? Wie können wir eine Willkommenskultur für Quereinsteiger entwickeln, ohne diejenigen zu übersehen, die den Weinberg über viele Jahre gepflegt haben? Und warum ist Gottes Liebe kein Kuchen, von dem für jeden weniger übrigbleibt, je mehr Menschen davon bekommen?
Antworten auf diese Fragen finden Sie in der Predigt zum Mitnehmen, die wir Ihnen wieder als Audiodatei zur Verfügung stellen. Hören Sie rein und lassen Sie sich inspirieren von den Ausführungen zum Evangelium, das uns daran erinnert: Im Reich Gottes geht es nicht um Dienstjahre, Rang oder Konkurrenz – sondern darum, dass wir gemeinsam ankommen.