„Diesem Jesus würde ich nicht nur einen Gebrauchtwagen abkaufen – dem kaufe ich auch seinen Vatergott ab. Ich glaube dem Jesus seinen Gott.“ So lautete der Schlusssatz der Predigt von P. Manfred Hösl, der am5. Juli nicht nur in St. Canisius, sondern bundesweit über die Empfangsgeräte in Wohnzimmern, Küchen und Autos zu hören war. Der rbb sendete seinen Radiogottesdienst an diesem Sonntag aus St. Canisius.
Im Mittelpunkt der Predigt von P. Manfred Hösl SJ stand die Frage, warum er Jesus glaubt und warum dessen Botschaft auch heute verlässlich Orientierung geben kann. Ausgangspunkt war die Überzeugung, dass menschliche Vorstellungen von Gott immer begrenzt bleiben, Jesus aber Gott wie kein anderer kennt und deshalb glaubwürdig von ihm sprechen kann. Als Gründe für dieses Vertrauen nannte P. Hösl das Leben Jesu, seine Zuwendung besonders zu den Ausgegrenzten, seine Treue zu seiner Botschaft bis in den Tod sowie seine Auferweckung durch Gott, die das Neue Testament als Bestätigung seines Wirkens versteht. Wer wissen wolle, wie Gott ist und was er von den Menschen erwartet, finde in Jesus den verlässlichsten Maßstab. Christlicher Glaube bedeute deshalb, sich an seinem Leben und Handeln zu orientieren und seinem Zeugnis zu vertrauen.