Mit Rückenwind zu neuen Ufern

„Die Flaute ist vorbei“ – eine stimmungsvolle musikalische Vesper rundete die Pfingstfeiertage in Sankt Canisius ab.

Pfingsten 2026 ist beendet – aber nur die offiziellen Feiertage. Für manch einen geht es jetzt erst wieder richtig los. Jetzt, so die Botschaft der Pfingstpredigten in Sankt Canisius, ist es an der Zeit, die Segel neu zu setzen und gestärkt mit viel Rückenwind zu neuen Ufern aufzubrechen. Das gilt für die Kirche (siehe Predigt vom Pfingstsonntag) ebenso wie für jede Einzelne und jeden Einzelnen.

In seiner kleinen Predigt am Montagabend ermutigte P. Manfred Hösl SJ die Gläubigen zum Neustart, so wie es auch einst die Jünger getan haben. „Aus missgelaunten Stubenhockern sind mit dem Pfingstfest wortgewaltige Missionare geworden“, so P. Hösl, „entstanden durch das Anhauchen des Auferstandenen zu Ostern.“ Der Tatsache, dass es 50 Tage brauchte, ehe sie sich aus der Lethargie befreien konnten, in die Welt zogen und begeistert von ihren Erlebnissen berichteten, gewann P. Hösl Positives ab. „Gut Ding will Weile haben“, erklärte er, „auch Langeweile hat ihren Sinn.“ Damals wie heute. Langeweile und Flautezeiten schließlich führen dazu, Abstand zu den Dingen zu bekommen. Sie eröffnen neue Blickwinkel, ermöglichen Aufarbeitung und das Auskurieren von Krankheiten – und führen nicht zuletzt zur Kreativität. „Das Ende einer Flaute können wir nicht herbeizaubern, aber wir können sie konstruktiv nutzen, um dann, wenn sie vorbei ist, hoffnungsvoll und erholt neu zu starten“.

Musikalisch wurde die Vesper von Tina Klement an der Gitarre und Barbara Klaus-Cosca am Akkordeon und an der Orgel begleitet.

Pfingsten 2026 ist vorbei – für die Gläubigen, die die Gottesdienste während der Pfingsttage in Sankt Canisius besucht haben, war Pfingsten ein Anfang, ein Auftrag, die Begeisterung in die Welt, in ihren persönlichen Alltag zu tragen und hoffnungsvoll und frohgemut wieder ans Werk zu gehen.

Fotos: Jasper Kortmann
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