Die Kirche glich am 5. Juli einem Sendestudio. Denn St. Canisius war an diesem Sonntag Gastgeber eines Radiogottesdienstes, der live von Radio 3 im rbb sowie von NDR Info und WDR 5 übertragen wurde. Zahlreiche Hörerinnen und Hörer in ganz Deutschland feierten den Gottesdienst über das Radio mit. Für die Übertragung verwandelte sich die Kirche in ein kleines Sendestudio: Zusätzliche Mikrofone, umfangreiche Tontechnik und zwei Übertragungswagen vor der Kirche sorgten dafür, dass der Gottesdienst reibungslos und minutengenau gesendet werden konnte.
Zu Beginn begrüßte Zelebrant P. Manfred Hösl SJ sowohl die Gemeinde in der Kirche als auch die Menschen an den Radiogeräten. Er stellte St. Canisius als eine Gemeinde vor, die im „Wilden Westen Berlins“ neue Wege geht, um Menschen mit dem christlichen Glauben in Berührung zu bringen. Neben den regelmäßigen Gottesdiensten gehören dazu unter anderem besondere Predigtreihen, Konzerte, Lesungen, Kunstausstellungen und Kirchenführungen. Ziel sei es, deutlich zu machen, „dass christlicher Glaube auch in einer modernen Gesellschaft intellektuell verantwortbar ist und zugleich Freude bereiten kann“.
Im Mittelpunkt der Predigt entwickelte P. Hösl Antworten auf die Frage, warum er Jesus seinen Gott glaubt und warum dessen Botschaft auch heute nichts von ihrer Aktualität verloren hat. Jesus habe Menschen nicht ausgegrenzt, sondern ihnen Würde und Gemeinschaft geschenkt. Er sei glaubwürdig gewesen, weil seine Worte und sein Handeln übereinstimmten und weil er für seine Überzeugungen einstand – selbst unter Einsatz seines Lebens. Wer sich an Jesus orientiere, finde auch heute Maßstäbe für ein gelingendes Miteinander: Menschen zu integrieren statt auszugrenzen, Verantwortung zu übernehmen und glaubwürdig für das einzustehen, was man als richtig erkannt hat.
„Diesem Jesus würde ich nicht nur einen Gebrauchtwagen abkaufen – dem kaufe ich auch seine Gottesvorstellung ab. Ich glaube dem Jesus seinen Gott,“ schloss P. Hösl seine Predigt. Den Wortlaut der Predigt können Sie hier nachlesen.
Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Ökumenischen Kantorei unter der Leitung von Anna Lusikov sowie Organist Konstantin Volostnov gestaltet. Sie verliehen der Feier einen festlichen musikalischen Rahmen und trugen dazu bei, dass die Liturgie auch über das Radio eindrucksvoll erlebbar wurde.
Damit eine solche Veranstaltung reibungslos läuft, braucht es viele helfende Hände und gute Geister. Dass St. Canisius ein Team ist, auf das Verlass ist, demonstrierte dieser besondere Gottesdienst einmal mehr. Neben Küster Trystan Stahl, vier engagierten Erwachsenenministratinnen und Lektorin Eva Maria Höller-Cladders waren mit Michael Kozsloski (Ansprechpartner für Redaktion und Technik im Vorfeld und am Sendetag) auch Brigitte Rother-Kozloski und Anne Brenker (verantwortlich für das Catering der rbb-Crew) am Gelingen dieses Gottesdienstes beteiligt.
Nachzuhören ist der Gottesdienst auf den Seiten der Sender:






