Gegen den Trend …

In einem ergreifenden Gottesdienst sind am Pfingstmontag zwei junge Frauen getauft und gefirmt worden. In einem berührenden und sehr persönlichen Gottesdienst gab es den einen oder anderen Gänsehauteffekt …

Die Straße, die zum Kirchenaustritt führt, ist breit und es sind viele, die auf ihr unterwegs sind. Der Weg in die Kirche ist schmal und es sind wenige, die hierlaufen (vgl. Mt 7,13-14) – die aber haben es in sich! Anders als viele ihrer konfessionslosen Mitschülerinnen und Mitschüler hat Fiona H. ihren Weg in die Kirche gefunden. Und gegen den Trend ihrer Mitstudierenden beschloss Emilee, sich taufen und firmen zu lassen. Die beiden Frauen stehen für einen kleinen Gegentrend: Immer mehr Menschen finden als Erwachsene zum Glauben und zur Kirche. Manchmal sind sie in ihren Familien sogar allein oder müssen sich erst für ihren Schritt bei Eltern und Freunden rechtfertigen. Das freilich war bei Fionas und Emilees Eltern nicht der Fall. Im Gegenteil: Die Eltern haben den Schritt ihrer Töchter interessiert begleitet und waren als Gäste dabei!

Statt der üblichen Predigt gab es am Pfingstmontag zwei Erwachsenentaufen samt Erstkommunion und Firmung. Vor der Sakramentsspendung schilderte Fiona ihren Weg zum Glauben. Bei ihren Worten war es in der Kirche mucksmäuschenstill und am Schluss gab es herzlichen Beifall. Ihrer Rede schloss sich eine Rede ihrer Firmpatin, Berenike Kampmann, an die Fiona wochenlang vorbereitet hat. Das ursprünglich anvisierte Programm ließen die beiden bald fallen und vertieften sich unter anderem in das tiefgründige Johannesevangelium, das sie in vielen Stunden gemeinsam studierten. Auch Emilee hatte sich auf diesen Schritt vorbereitet und ihre Tauf- und Firmpatinnen Nadja und Claudia standen ihr zur Seite.

Nach der Wassertaufe schlüpften die beiden – unterstützt von ihren Paten – in weiße Alben. Sie lagen auf dem Boden vor dem Altar. Die Geste, die man als Prostratio zum Beispiel vom Karfreitag kennt, drückt maximale Hingabe aus. Die Gemeinde sang mit dem Klassiker Komm Heilger Geist der Leben schafft Gottes Geist auf die beiden herab.

Dann durfte P. Manfred Hösl SJ die beiden im Auftrag von Erzbischof Heiner Koch firmen: Fiona/Emilee, sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist. Und die beiden antworteten mit einem kräftigen Amen.

Die sich anschließende Eucharistiefeier bildete für die beiden auch ihre Erstkommunion – beide sind jetzt vollständig in die Kirche aufgenommen! Herzlich willkommen!

Unser Dank gilt allen, die die beiden Frauen auf diesen Gottesdienst vorbereitet haben. Mögen Fiona und Emilee durch ihre begeisternde Art auch andere dazu bringen diesen Schritt zu gehen!

Fotos: Jasper Kortmann
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