Der Zusammenhalt unserer Gesellschaft ist bedroht. Der Akademieabend widmet sich der Frage, wie es um wichtige Voraussetzungen guten Zusammenlebens – um Vernunft, Moral und Empathie – in unserem Land bestellt ist. Aus Anlass seines neuen Buches „Fundamental Things – Über Vernunft, Moral und Empathie. Was es bedeutet, Mensch zu sein“ (Herder 2026)“) spricht der Neurowissenschaftler und Arzt Joachim Bauer mit dem Theologen und renommierten Pädagogen P. Klaus Mertes SJ.
Was lässt sich über gelingendes Mensch-Sein aus neurowissenschaftlicher Sicht einerseits und aus der Perspektive eines „christlichen Humanismus“ (Papst Leo XIV.) andererseits sagen? Besonderes Augenmerk wird auf die Frage gerichtet sein, wie Kinder Vernunft erwerben, zu empathischen Menschen werden und moralisch reifen können.
Bauers These lautet, dass Tugenden nicht im Gegensatz zur menschlichen Natur stehen, sondern Teil seiner Bestimmung sind. Was sind derzeit die Hindernisse, die uns diese Bestimmung verfehlen lassen? Bezugnahmen zu Immanuel Kant und zur Enzyklika „Magnifica Humanitas“, die Joachim Bauer bereits in seinem Buch vornahm, werden auch im Gespräch mit Klaus Mertes wieder aufgenommen werden.


