Dreifaltigkeit als Tango

In der Abendmesse am Dreifaltigkeitssonntag, 31. Mai, tanzten Maria und Fridolin Tango. Der Tanz sollte deutlich machen: Dreifaltigkeit bedeutet kein statisches Sein Gottes, sondern Dynamik, Bewegung, Leben. Gott ist zwar einer, aber er ist nicht einsam. In Gott ist was los!

Das brachten die beiden Tänze des Paares gut zum Ausdruck: Ein Ineinander und Miteinander, ein Aufnehmen und Annehmen, ein Loslassen und Zulassen! Schon eine kleine Bewegung lädt den anderen ein auf diese Bewegung zu antworten. Fridolin und Maria tanzten teilweise ganz eng und doch gab es nichts plump Übergriffiges oder platt Grapschendes. Vielmehr war der Tanz von großem gegenseitigen Respekt und schöner Ästhetik geprägt.

An Dreifaltigkeit feiern wir die Lebendigkeit Gottes. Und dass er uns in seine Lebendigkeit einlädt und hineinnimmt. In Jesus Christus fordert uns Gott auf zu tanzen – wollen wir ihm einen Korb geben? Mag sein, dass unser Glaube noch ungelenk, holprig oder unsicher wirkt. Das ist beim Tanzen anfangs auch so. Aber schon nach ein paar Runden verschwindet die Unsicherheit und weicht der Lust an der Bewegung.

Tanzen macht Spaß und ist schön. Und das Glauben auch!

 

Fotos: Martina Schneider
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