Der Geist von Pfingsten

Italienisch, englisch, litauisch, französisch, deutsch und sogar in einer indischen Regionalsprache – passend zu Pfingsten erklang das Vaterunser im Pfingsthochamt in Sankt Canisius in den unterschiedlichsten Sprachen. Bunt wie die Sprachen, die beim Gebet des Herrn erklangen, war auch der Gottesdienst am 24. Mai um 11 Uhr.

Beim Pfingsthochamt in St. Canisius erlebten die Gemeinde und zahlreiche Gäste, die zu Besuch in Berlin sind, eine festliche und lebendige Feier: Viel Weihrauch – zwei Weihrauchfässer waren im Einsatz – sorgten nicht nur für guten Duft, sondern ließ die Gebete der Gläubigen gleichsam zum Himmel aufsteigen, während eine große Ministrantenschar aus erfahrenen „alten Hasen“ und drei ganz jungen Minis den Gottesdienst mitgestaltete. Die drei Neuen hatten erst vor wenigen Wochen ihre Erstkommunion in St. Canisius gefeiert und ministrierten bereits ganz selbstverständlich an der Seite der erfahrenen Erwachsenenministranten.

Die indische Regionalsprache brachte P. Bala Kumar Bollineni SJ ein, der etlichen Gottesdienstbesucherinnen und -besuchern nicht unbekannt war. Vor sieben Jahre hatte er sich und sein YES-J-Projekt, das er in Indien ins Leben gerufen hatte, schon einmal in der Gemeinde vorgestellt und um Unterstützung gebeten. Am Pfingstsonntag berichtete der Jesuit, was aus seinem Projekt geworden ist und lud dazu ein, sich vor Ort in Andhra Pradesh davon zu überzeugen, wie insbesondere Jugendliche aus ländlichen Regionen und benachteiligten Verhältnissen befähigt werden, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Für besondere Akzente sorgte einmal mehr die schwungvolle Predigt von P. Manfred Hösl SJ. In sechs Punkten sprach er über das Pfingstfest und dessen Bedeutung für die gegenwärtige Situation der Kirche – und warum er positiv gestimmt ist. Alle, die die Predigt verpasst haben, müssen nicht traurig sein. Sie haben hier die Gelegenheit, die Ausführungen rund um die Bedeutung des Heiligen Geistes heute noch einmal anzuschauen.

Am Ende des Gottesdienstes wurde zudem Gerda Ludwig verabschiedet, die sich über viele Jahre hinweg als engagierte Kommunionhelferin in der Gemeinde verdient gemacht hat.

Unsere Bildergalerie zeigt Impressionen aus dem Hochamt um 11 Uhr.

Fotos: Jasper Kortmann
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